Aufatmen für Allergiker – die kontrollierte Wohnraumlüftung macht’s möglich

  • Twitter
  • Facebook
  • Pinterest

 Jeder dritte Deutsche ist Allergiker – Tendenz steigend. Am häufigsten sind es Pollen, die gerade jetzt im Frühjahr vielen das Leben schwer machen. Aber auch Hausstaub und Schimmelpilze führen oft zu einer Überreaktion des Immunsystems. Neben medizinischen Vorsorgemaßnahmen hilft vor allem eins: den Allergenen aus dem Weg gehen und auch die eigenen vier Wände möglichst allergenarm halten. Wie das gehen soll? Christian Freundorfer, Kermi Fachgebietsleiter für Wohnraumlüftung, erklärt, wie eben diese Systeme Allergikern Erleichterung verschaffen.

Herr Freundorfer, sind Sie selbst Allergiker?

Christian Freundorfer: Glücklicherweise nicht. Aber in meinem Freundeskreis gibt es einige Heuschnupfen-Geplagte, sodass mir die Symptome bestens bekannt sind. Wenn wir jetzt im Frühjahr die Sonne genießen wollen und uns zum Radeln oder Wandern treffen, erkennt man die Allergiker unter uns meist schnell an den laufenden Nasen und tränenden Augen. Einige von ihnen müssen daher auch zu entsprechenden Arzneimitteln greifen.

Gibt es noch weitere Maßnahmen, die Sie für den Allergiker-Alltag empfehlen können?

Christian Freundorfer: Auf jeden Fall: Wetter- und persönlichkeitsabhängig verbringen viele Menschen ja einen Großteil ihrer Zeit nicht in der Natur, sondern in den eigenen vier Wänden. Wer dort für ein gesundes Raumklima sorgt, schafft die beste Voraussetzung für eine verbesserte Wohn- und Lebensqualität. Eine intelligente und kontrollierte Wohnraumlüftung zu Hause spielt dabei eine Schlüsselrolle.

Wie muss man sich eine kontrollierte Wohnraumlüftung denn vorstellen?

Christian Freundorfer: Wenn der Luftaustausch in Wohnräumen nicht klassisch über das manuelle Fensteröffnen erfolgt, sondern über ein ventilatorgestütztes Be- und Entlüftungssystem, dann spricht man in der Regel von einer kontrollierten Wohnraumlüftung oder einer Komfortlüftung. Dabei unterscheidet man im Wesentlichen zwischen zentralen und dezentralen Varianten. Bei einer zentralen Wohnraumlüftung wird ein Lüftungsgerät für eine Wohneinheit installiert, bspw. im Hauswirtschafts- oder Technikraum – die Luft gelangt über Zu- und Abluftkanäle zu den Räumen beziehungsweise von den Räumen zum Lüftungsgerät. Beispielsweise strömt frische Luft ins Schlaf- und Wohnzimmer ein und verteilt sich im Haus, während belastete Luft mit Feuchtigkeit, Geruchspartikel und CO2 über Bad und Küche abgeführt wird. Für dezentrale Wohnraumlüftung  werden keine Lüftungskanäle benötigt, denn hier werden in den betreffenden Räumen einfach die Geräte in den Außenwänden installiert. Bei der Pendellüftung wird dann im Wechsel durch die Lüftungsgeräte Frischluft angesaugt, gefiltert und in den Raum abgegeben – dann wieder die verbrauchte Luft nach außen abgeführt. Beide Systeme arbeiten mit einem Wärmerückgewinnungssystem um den Wärmeenergieverlust möglichst gering zu halten.

Ist eine kontrollierte Wohnraumlüftung nur für den Neubau oder kann man diese auch nachrüsten?

Christian Freundorfer: Eine Wohnraumlüftung kann auf jeden Fall auch nachgerüstet werden, dabei ist jedes Objekt separat zu betrachten. Ob ein zentrales oder dezentrales System sinnvoll ist kann nicht pauschalisiert werden. Die zentral gesteuerten Lüftungssysteme benötigen fest installierte Lüftungskanäle. Diese müssen nachträglich installiert und verkleidet werden, oft ist aber dafür kein Platz vorhanden.

Bei dezentralen Geräten ist eine (nachträgliche) Montage mittels Kernbohrung in der Außenwand möglich, dazu ist lediglich eine elektrische Verkabelung notwendig. Wichtiger Tipp: Wer sich für gute Luft und die Installation einer Wohnraumlüftung entscheidet, wird vom Staat mit Fördergeldern und zinsgünstigen Darlehen unterstützt, zum Beispiel durch die KfW-Bank im Rahmen einer energetischen Renovierung.

Die dezentrale Wohnraumlüftung x-well D12 lässt sich beim Renovieren mittels Kernbohrung leicht installieren. Eine Verlegung von Rohrleitungen ist nicht erforderlich.

Was sind die konkreten Vorteile einer kontrollierten Wohnraumlüftung?

Christian Freundorfer: An erster Stelle ist hier ganz klar die Verbesserung der Luft- und somit Lebensqualität zu nennen. Denn wenn verbrauchte Luft und Schadstoffe kontinuierlich gegen gefilterte Frischluft ausgetauscht werden, entsteht zu Hause ein wohngesundes Raumklima zum Wohlfühlen.

Ein zweiter wichtiger Vorteil ist die Abführung der Luftfeuchtigkeit, die im Haushalt zum Beispiel beim Kochen, Duschen oder Wäschetrocknen entsteht. So wird Schimmelbildung vermieden und die Bausubstanz geschützt. Dass dies automatisch und nicht manuell erfolgt, ist aus meiner Sicht ein absoluter Komfortgewinn, denn: Wer schafft es schon im Berufs- und Familienalltag, alle zwei bis drei Stunden zu stoßlüften?

Und zu guter Letzt: Die x-well Wohnraumlüftunssysteme von Kermi haben den Vorteil, dass sie sehr geräuscharm und vor allem energieeffizient arbeiten: Jedes manuelle Fensteröffnen kostet nämlich vor allem im Winter wertvolle Energie, wenn die abgekühlten Räume wieder aufgeheizt werden müssen. Wohnraumlüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung nutzen dagegen die Energie aus der warmen Abluft, um die kühle Außenluft zu temperieren. So kann der Großteil der Wärmeenergie zurückgewonnen und Heizkosten gespart werden im Gegensatz zur ordnungsgemäßen Fensterlüftung. Da freut sich der Geldbeutel!

Und wie profitieren vor allem Allergiker davon?

Christian Freundorfer: Ganz einfach: Für ein gesundes Raumklima ist frische Luft unabdingbar. Und wenn man zum Lüften nicht mehr die Fenster öffnen muss, verschließt man den Pollen größtenteils quasi Tür und Tor. Denn die x-well Wohnraumlüftung von Kermi verfügt über integrierte Filter, die die Partikelbelastung durch Schadstoffe auf ein Minimum reduzieren, auch Pollen werden gefiltert. Hinzu kommt, dass bei geschlossenen Fenstern auch weniger Hausstaub – ein Nährboden für Milben und speziell für Hausstauballergiker  – schädlich  aufgewirbelt wird.

Am Ende unseres Gesprächs, Herr Freundorfer, würde mich noch interessieren, ob Ihre allergiegeplagten Freunde denn schon alle eine kontrollierte Wohnraumlüftung zu Hause haben?

Christian Freundorfer: Ein paar schon, aber noch nicht alle. Die lade ich dann gerne zu mir nach Hause ein, damit sie mal wieder durchatmen können. 😉

 

Vielen Dank Herr Freundorfer!

2 Answers

  1. Jochen Gerstl
    26. Juli 2017 at 14:05

    Hallo Steffi,
    ich finde, das ist ein schönes und vor allem aufschlussreiches Interview! Am liebsten hätte ich nun bei uns zuhause auch gerne so eine kontrollierte Lüftungs-„Kist´n“.

Antwort hinterlassen

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
* Pflichtfelder