Eine Heizung für mein Eigenheim: Energiequellen im Überblick

Kermi x-change und x-buffer.

    Ihr plant gerade ein neues Eigenheim oder eine Renovierung? Da kommt sicher die Frage auf, welche Art der Wärmeerzeugung die Richtige ist. Das ist keine einfache Frage, denn spätestens seit der Energiewende 2010 wird das konventionelle Sortiment an Heizungen mit regenerativen Systemen gut aufgemischt und Wärmepumpen liegen voll im Trend. Vor 20 Jahren standen herkömmliche Energiequellen wie Öl und Gas noch im Fokus. Heute geht Heizen auch anders, denn Gas und Öl sind „endliche“ Energiequellen, die Vorkommen sind also irgendwann erschöpft. Deshalb kommen vermehrt erneuerbare Systeme zur Energiegewinnung auf den Markt.

    Im Folgenden gebe ich euch einen Überblick über die verschiedenen Heizungen für euer Eigenheim – von konventionell bis regenerativ.

    Herkömmliche Energiequellen:

    • Gas- oder Ölheizungen 
    Viele kennen sie noch vom Eigenheim ihrer Eltern oder aus der Mietwohnung – die konventionellen Gas- oder Ölheizungen. Zwar kommen diese Heizsysteme auch heute noch bei Neubauten zum Einsatz, aber spätestens ab dem Jahr 2030 wird der Einbau von Gas- oder Ölheizungen sehr stark zurückgehen. Grund hierfür sind sowohl das persönliche Bedürfnis, seinen ökologischen Fußabdruck gering zu halten, als auch die Klimaschutzpläne der Bundesregierung. Denn diese sehen vor, dass ab dem Jahr 2030 in Städten sowie im Stadtrandgebiet keine Gas- oder Ölheizungen mehr eingebaut werden dürfen.

    • Blockheizkraftwerke 
    Die Blockheizkraftwerke (kurz BHKW) zählen auch zu der Familie der konventionellen Wärmequellen, sind aber bisher weniger bekannt. Im Gegensatz zu reinen Gas- oder Ölheizungen erzeugen sie neben Wärme auch Strom. Häufig fällt im Gespräch über BHKW´s der Begriff Kraft-Wärme-Kopplung. Kraft steht hierbei synonym für Strom, und Wärme bezeichnet die Heizfähigkeit der Anlage.

    Erneuerbare Energiequellen:

    • Solarthermie 
    Mit Solaranlagen, den sogenannten Sonnenkollektoren, und der Kraft der Sonne können nach Aussage der SWM Stadtwerke München 50 bis 60 Prozent des Brauchwasserbedarfs eines Haushalts umweltschonend erwärmt werden. Noch eine Info nebenbei: Viele denken, Solaranlagen und Photovoltaikanlagen bezeichnen das Gleiche. Dies ist jedoch nicht ganz richtig, denn Photovoltaikanlagen erzeugen Strom, also elektrische Energie, während Solaranlagen zum Heizen genutzt werden.

    • Pellet-Heizungen 
    Pellet-Heizungen erzeugen durch das Verbrennen von Biomasse in Form von Restholz Wärme zum Beheizen des Eigenheims. Wenn man es genau nehmen möchte, ist diese Form der Energiegewinnung auch auf die Sonnenenergie zurückzuführen. Denn Pflanzen speichern chemisch, mittels Photosynthese, die Energie der Sonne. Dank dieser Speicherung funktionieren Pellet-Heizungen.

    • Wärmepumpe 
    Eine Wärmepumpe nimmt sich aus der Umwelt die nötige Energie, um euer Eigenheim zu beheizen. So gibt es Wärmepumpen, welche die Energie aus der Erde schöpfen – andere ziehen Energie aus der Luft oder aber aus dem Grundwasser. Eine ausführliche Erklärung der verschiedenen Wärmepumpensysteme ist bereits auf unserem Kermi Blog online, sowie in unten stehenden YouTube Video erklärt.

    Mit regenerativen Energien heizen – Umwelt und Geldbeutel schonen

    Die Weltmarktpreise für fossile Brennstoffe wie Öl oder Gas schwanken stark. Im Bezug auf Heizölpreise lassen sich von 1974 bis 2004 Preisschwankungen von rund 900 Prozent beobachten. Auch deshalb ist ein Umstieg auf regenerative Energien von Vorteil, denn die Wärmeerzeugung mit ihnen gilt als preisstabil und langfristig günstig. Diese Preisstabilität lässt sich auch ganz einfach begründen: Erneuerbare Energien müssen weder importiert werden, noch unterliegen sie einer Verknappung, da zum Beispiel die Wärme im Erdboden nicht endlich ist. Heizungen wie eine Solarthermie- oder Wärmepumpenheizung nutzen die direkte Umwelt als Energiequelle. Sie sind daher auch besonders umweltfreundlich. Der CO2 Ausstoß lässt sich mit diesen alternativen Energien um über 90 Prozent reduzieren. Zusätzlich gibt es staatliche Förderungen, die den Einbau einer Wärmepumpe bezuschussen – somit wird sowohl Umwelt als auch Geldbeutel geschont.

    Regenerative Energien speichern – so holt ihr das meiste aus Wärmepumpe und Co. heraus

    Wärme erzeugen ist das eine, die Wärme so verlustfrei wie nur möglich zu speichern das andere. Denn nicht immer wird die von Wärmepumpe und Co. erzeugte Gesamtenergie auch sofort in vollem Maße gebraucht. Beispielsweise benötigt man gerade nach Feierabend am meisten Wärmeenergie im Eigenheim. Ein Pufferspeicher ist hier die Lösung. Er bevorratet die umweltschonend erzeugte Energie der Wärmepumpe effizient, so dass sie genau dann zu Verfügung steht, wenn man sie benötigt. Das stellt nicht nur den Wärmekomfort im Zuhause sicher, sondern auch einen optimalen Betrieb der Wärmepumpe. Durch eine intelligente Vernetzung aller Komponenten wie Wärmepumpe, Speicher sowie aber auch Wohnraumlüftung und Heizkörper im sogenannten System x-optimiert lässt sich sogar viel Energie einsparen. Es lohnt sich also, alle Systembestandteile im Haus perfekt aufeinander abzustimmen.

    Habt ihr euch entschieden? Welches System soll künftig euer Eigenheim mit Energie versorgen? Ich freue mich über eure Kommentare.

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