Energieautark leben – in 3 Schritten unabhängig von Stromversorgern und fossilen Brennstoffen

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Es ist der Traum vieler Bauherren: im eigenen Haus energieautark leben. Das bedeutet, man produziert Strom sowie Wärme selbst aus lokal verfügbaren Quellen und benötigt somit keine externen Energielieferungen. Wäre es nicht schön, nicht mehr abhängig von der öffentlichen Stromversorgung zu sein? Steigende Strompreise und Stromausfälle könnten dir egal sein. Und wäre es im Hinblick auf Umwelt und Geldbeutel nicht außerdem wünschenswert, komplett ohne fossile Brennstoffe zu heizen? Was wie Zukunftsmusik klingt, dem kann man schon heute sehr nahe kommen. Wie das mit drei Schritten gelingt, möchte ich dir im letzten Teil unserer Blogserie „Das 3×3 für ein energieautarkes Haus“ zeigen.

Beitragsserie Teil 3: Das 3×3 für ein energieautarkes Haus

Was brauchst du, um energieautark zu leben?

Willst du dich von Strompreisen und fossilen Energieträgern unabhängig machen, brauchst du ein stimmiges Gesamtkonzept. Dazu gehören vier – optional fünf – Komponenten:

  • Eine Photovoltaik (PV)-Anlage, mit der du besonders nachhaltig Strom für deine Energieversorgung erzeugst.
  • Einen Stromspeicher, zum Beispiel vom Kermi-Kooperationspartner Fenecon, der die elektrische Energie bevorratet.
  • Eine Wärmepumpe. Sie nutzt die kostenlose Energie aus Luft, Erde oder Wasser und wandelt sie in angenehme Heizwärme um.
  • Einen Wärmespeicher: Wenn du die erzeugte Wärme nicht direkt zum Heizen benötigst, speichert er die thermische Energie effizient für den späteren Gebrauch.
  • Als optimale Ergänzung eignen sich zudem Elektroheizlösungen: Musst du nur kurzfristig einen einzelnen Raum stärker aufheizen, kannst du dafür auch den Strom aus deiner PV-Anlage nutzen. Einen Überblick über die Möglichkeiten findest du hier.

3 Schritte zum energieautarken Haus

Entscheidend für dein energetisches Konzept ist es, die vier Komponenten clever zu kombinieren. Mit regenerativen Energien zu heizen und zugleich PV-Strom zu nutzen ermöglicht es dir, nahezu energieautark zu leben. So funktioniert‘s:

1.
Produziere grünen, kostenlosen Strom mit der PV-Anlage auf deinem Dach (1). Ein sogenannter Wechselrichter wandelt den Strom so um, dass du deine elektrischen Geräte damit direkt betreiben kannst (2). Neben Waschmaschine, Spülmaschine und Co kannst du die regenerative Energie auch sinnvoll für kurzfristiges Heizen mit Elektroheizkörpern einsetzen. In kürzester Zeit kannst du so zum Beispiel dein Badezimmer vor dem Duschen auf Kuscheltemperatur bringen, ohne die Umwelt und dein Konto unnötig zu belasten.

2.
Da die PV-Anlage am meisten Strom produziert, wenn die Sonne scheint, die Energie aber oft zu anderen Zeiten benötigt wird, solltest du überschüssigen Strom mithilfe eines Akku-Speichers bevorraten (3). So kann er all deine elektrischen Geräte genau dann mit Energie versorgen, wenn du sie benötigst. Das Ergebnis: Du nutzt deinen PV-Strom noch effizienter. Denn der Eigenverbrauch lohnt sich deutlich mehr als dessen Einspeisung ins öffentliche Netz. Mehr Tipps zur Optimierung der Nutzung deines PV-Stroms findest du übrigens im Teil 1 dieser Blogserie.

3.
Zu einem vollständigen Energiekonzept gehört nicht nur die Strom-, sondern auch die Wärmeversorgung. Eine Wärmepumpe ist deshalb die optimale Ergänzung. Sie kommt ohne fossile Brennstoffe aus und hilft dir, den PV-Strom noch besser auszunutzen: Ist der Akku-Speicher voll und immer noch PV-Strom vorhanden, wird hiermit die Wärmepumpe in erhöhten Betrieb gesetzt (4) und erzeugt Heizungswärme auf Vorrat. Im Wärmespeicher wird sie effizient gelagert, bis du sie benötigst. So holst du für dich das Maximum aus deinem PV-Strom, bevor du eventuelle weitere Überschüsse ins öffentliche Netz einspeist (5). Und nur wenn dein selbst produzierter Strom mal nicht ausreicht, beziehst du welchen vom Stromversorger (6). Hier findest du ein anschauliches Video dazu: https://www.youtube.com/watch?v=F8S9s5Hc3UI

Dass man mit einem cleveren Konzept wirklich nahezu energieautark leben kann, hat Familie Ströbele aus der Nähe von München vorgemacht. In unserem Blog haben sie mir begeistert berichtet, wie viel Kosten sie mit einem energetischen Konzept gespart haben.

Mit diesem dritten Teil endet unsere Serie „Das 3×3 für ein energieautarkes Haus“. Ich hoffe, meine Tipps helfen dir, deinem Traum vom energieautarken Leben ein wenig näher zu kommen. Hast du noch Fragen oder hast du bereits eigene Erfahrungen mit diesem ressourcenschonenden Energiekonzept? Ich freue mich auf Kommentare.

Teil 1: Photovoltaik-Strom selbst nutzen – mit 3 Tipps den Eigenverbrauch optimieren
Teil 2: Clever heizen mit Strom – 3 Möglichkeiten für unterschiedliche Anforderungen

2 Antworten

  1. Müller-Hertlein
    8. August 2019 at 11:29

    Nachfrage: Funktioniert die genannte Anlage auch bei Stromausfall im öffentlichen Netz? Ist der Akkupuffer dazu in der Lage.

    1. Sandra Beutlhauser
      8. August 2019 at 15:42

      Hallo, vielen Dank für die Nachricht. Ja, der Speicher kann eine dreiphasige Notstromversorgung zur Verfügung stellen. Diese ist in der Lage, die Wärmepumpe sowie alle anderen Hausverbraucher bis zu einer maximalen Gesamtleistung von 10kW zu versorgen. Hinweis: Die Notstromfähigkeit ist eine Option und muss bei der Systemzusammenstellung gesondert berücksichtigt werden. Liebe Grüße, Sandra

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