Heizungswartung – das musst du wissen

Kermi Wartung Heizsystem
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Freust du dich auch über die sommerlichen Temperaturen und hast die Heizung endlich ausgestellt? Es ist naheliegend, im Sommer keinen Gedanken mehr an die Heizung oder gar die Heizungswartung zu verschwenden. Aber: Deine Heizung war über den Winter zuverlässig in Betrieb. Damit sie dir auch im nächsten Winter wieder treue Dienste leistet und du nicht plötzlich im Kalten sitzt, solltest du deine Heizung regelmäßig überprüfen lassen – am besten nach der Heizperiode, also jetzt.

Im letzten Blogbeitrag haben wir uns angeschaut, worauf du bei der Modernisierung deines Heizsystems achten solltest: Laut unserer Forsa-Studie* war dabei für die meisten Befragten ein geringer Energieverbrauch und ein langer zuverlässiger Betrieb am wichtigsten. Doch nur für wenige (4 Prozent) spielt eine einfache Wartung bei Reparaturbedarf eine Rolle, wenn sie an ihr Wunschheizsystem denken. Beim Thema Heizungswartung neigen viele Menschen eher zu Nachlässigkeit. Warum hier aber Regelmäßigkeit gefragt ist und warum diese entscheidend zum gewünschten langfristig zuverlässigen Betrieb beiträgt, möchte ich dir heute zeigen.

Nicht zu lange warten mit dem Warten: Nur eine gepflegte Heizung läuft optimal

Viele gute Gründe sprechen für eine regelmäßige Wartung deiner Heizung. Der fachmännische Blick hilft dabei, einen reibungslosen Betrieb sicherzustellen und einem plötzlichen Heizungsausfall vorzubeugen. Kleine Probleme und Fehler können frühzeitig erkannt und behoben werden. Außerdem kannst du dich so rundum sicher in deinem Zuhause fühlen, da bei der Wartung auch die Funktionssicherheit deiner Heizung gecheckt wird. Insgesamt verlängert eine regelmäßige Inspektion die Lebensdauer der Heizung merklich und stellt ihre Leistungsfähigkeit und Energieeffizienz sicher. Wenn deine Heizung ihr volles Potenzial ausschöpfen kann, profitierst du von niedrigeren Heizkosten.

Übrigens: Wärmepumpen arbeiten ohne Verbrennung – Verschmutzungen wichtiger Bauteile durch Ruß- und Schwefelablagerung wie bei Öl- oder Gasheizungen kommen nicht vor. Positiver Nebeneffekt: Dadurch sind natürlich auch die Wartungskosten niedriger.

Gibt es eine Pflicht zur Heizungswartung?

Egal, ob fossile Heizung, Festbrennstoffheizung oder Wärmepumpe – wer seine Heizung in Schuss hält, hat Vorteile. Aber ist es auch vorgeschrieben, die Heizung warten zu lassen? Die Energieeinsparverordnung (EnEV) in § 11 sowie die EU-Richtlinie 2010/31/EU besagen, dass Heizungs- und Warmwasseranlagen sachgerecht bedient, gewartet und instand gehalten werden müssen. Damit besteht also grundsätzlich eine gesetzliche Pflicht zur Heizungswartung. Der Turnus wird jedoch nicht vorgegeben.

Außerdem verknüpfen viele Hersteller den Garantieanspruch mit einer jährlichen Wartung durch den Fachbetrieb. Bei allen Heizungen mit Verbrennung, also etwa bei Öl- und Gasheizungen, bringt die vorgeschriebene Prüfung durch den Schornsteinfeger eine Pflicht zur Heizungswartung mit sich: Wenn deine Heizung insgesamt in einem Top-Zustand ist, hält sie die gesetzlich festgelegten Grenzwerte besser ein.

Wie oft und wann sollte die Heizung gewartet werden?

Damit deine Heizung in puncto Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und Effizienz das volle Potenzial beibehält, ist es sinnvoll, die Heizung einmal im Jahr fachmännisch überprüfen zu lassen. Dafür gibt es gute und weniger gute Zeitpunkte im Jahr. Optimal ist das Frühjahr beziehungsweise der Sommer. Dann wird nicht geheizt und für die Hausbewohner ist es nicht unangenehm, wenn die Anlage kurz abgeschaltet wird. Übrigens: Gerade in den Herbst- und Wintermonaten haben viele Fachbetriebe volle Auftragsbücher. Da ist es natürlich auch schwieriger, einen Termin für die Heizungswartung zu finden. Plane dir also am besten genügend Vorlaufzeit vor Start der Heizperiode ein – so können auch eventuell benötigte Ersatzteile problemlos und ohne Zeitdruck bestellt werden. Bei uns gibt es dafür den Ersatzteilshop.

Gut zu wissen: Frag doch einmal bei deinem Fachbetrieb nach einem Wartungsvertrag. Diese sind oft günstiger als Einzelaufträge und die Heizungswartung erfolgt automatisch einmal pro Jahr.

Hintergrundwissen: Was wird bei der Wartung gemacht?

Die Wartungsarbeiten unterscheiden sich je nach Art deiner Heizungsanlage. Folgende Punkte werden im Normalfall kontrolliert:

• Allgemeine Sichtprüfung
• Prüfung der Verschleißteile, ggf. Erneuerung
• Prüfung des Membranausdehnungsgefässes (MAG)
• Kontrolle des Wasserdrucks, bei Bedarf: Nachfüllen von Heizungswasser

Alles Weitere ergibt sich aus den Besonderheiten der jeweiligen Heizungsanlage: Bei einer Gasheizung werden zum Beispiel zusätzlich die Gasleitungen auf ihre Dichtheit geprüft, während bei einer Ölheizung etwa die Öltanks inspiziert und bei Bedarf gesäubert werden. Bei Wärmepumpen checkt der Fachmann standardmäßig die elektrische Installation (Erdung, Stecker, Kontakte), die Sicherheitsventile und die allgemeinen Einstellungen. Außerdem sind bei Luft/Wasser-Wärmepumpen die Verdampferoberfläche und Kondensatwanne auf Verschmutzung zu prüfen. Bei einer Sole/Wasser-Wärmepumpe hingegen, wird die Wärmequellenseite des Flüssigkeitskreislaufes auf Dichtheit und Durchfluss kontrolliert. Hier findest du eine vollständige Liste aller Wartungsarbeiten.

Fehlerbehebung aus der Ferne: Vorteile der Fernwartung

Für nur ein Prozent der Befragten unserer Forsa-Studie spielt Fernwartung bei der Wahl ihres Heizsystems eine Rolle. Die Fernwartung kann jedoch viele Vorteile sowohl für Privatpersonen als auch für den Handwerker mit sich bringen. Unsere x-change dynamic Wärmepumpen lassen sich beispielsweise mithilfe der zentralen Steuer- und Regeleinheit x-center x40 auch aus der Ferne überprüfen, analysieren und optimieren. Einzige Voraussetzungen: Eine Internetverbindung sowie die vorherige Registrierung. Bei Problemen werden Kundendienst und Fachhandwerker direkt informiert und können schnell reagieren – vom eigenen Schreibtisch oder sogar von unterwegs aus. So ist es möglich, auch am Wochenende oder an Feiertagen einen Fehler zügig zu beheben. Dafür und für die reguläre Heizungswartung aus der Ferne müssen die Bewohner nicht einmal zu Hause sein! So erspart dir eine Fernwartung komplizierte Terminabsprachen und letztlich auch Kosten, die im Zusammenhang mit dem Anfahrtsweg und dem damit verbundenen Zeitaufwand einhergehen.

Du siehst: Die regelmäßige Heizungswartung lohnt sich und leistet einen großen Beitrag zur Funktionsfähigkeit und Langlebigkeit deiner Heizungsanlage. Denn schon kleine, zunächst unbemerkte Defekte können fatale wirtschaftliche Auswirkungen haben. Mit der Möglichkeit, Fehler auch aus der Ferne zu beheben, ist die Heizungswartung heute so einfach und komfortabel wie nie.

Das könnte dich auch noch interessieren: Meine neue Heizung: Die Kosten teile ich mir mit dem Staat

* Hier noch ein paar Infos zur Umfrage und zu FORSA:
Das Forsa Institut ist ein unabhängiges Marktforschungsinstitut, das von Kermi beauftragt wurde, eine Erhebung zu dem Thema „Heizverhalten und Heizsysteme“ durchzuführen. In diesem Zusammenhang wurden die 1.038 Teilnehmer der Umfrage unter anderem gebeten, bestimmte Eigenschaften von Heizsystemen nach ihrer Wichtigkeit zu sortieren. Der Erhebungszeitraum war vom 3. bis zum 9. Dezember 2019.

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